DSL

Der Begriff DSL stammt aus dem englischen Sprachraum und steht für Digital Subscriber Line. Übersetzt ins Deutsche bedeutet DSL in etwa „Digitale Teilnehmerleitung“. Ein herkömmlicher Telefonanschluss, welcher auch für DSL genutzt wird, besteht aus zwei Kupferleitungen, einer so genannten Doppelader. Im Gegensatz zur analogen Datenübertragung, wie sie etwa beim Telefonieren genutzt wird, bietet DSL eine bis 250 mal höhere Datenrate.

Kommt DSL zum Einsatz, wird die Bandbreite von theoretischen 4 Mhz mittels eines so genannten Splitters aufgeteilt. In der Praxis bedeutet dies, dass man zeitgleich telefonieren und im Internet surfen kann. Bedingt durch die Tatsache, dass nun höhere Frequenzbereiche zur Verfügung stehen, kann man mit DSL Geschwindigkeiten von bis 25 Mbit/s erreichen. Bei VDSL2 sind es sogar 200 Mbit/s. Allerdings sind diese Werte eher theoretischer Natur. Sie sinken, zum Teil erheblich, je weiter man von der nächstgelegenen Kopfstelle entfernt und wie der Zustand der Doppelader ist. Auch die Anzahl der Teilnehmer, mit denen man sich die Leitung teilen muss, kann dafür sorgen, dass die Geschwindigkeit sinkt.

Welche Arten von DSL gibt es?

Insgesamt gibt es acht unterschiedliche DSL-Varianten. Viele finden in der Praxis nur in begrenztem Umfang oder gar keine Anwendung und sind für Privatkunden eher zu vernachlässigen. Einige Varianten sind lediglich als Verbesserung bereits bestehender Technologien zu sehen. Hier nun ein kurzer Überblick:

VDSL & VDSL2 – Ein solcher Anschluss bietet sehr hohe Datentransfer-Raten und ist verglichen mit den anderen DSL-Varianten relativ unanfällig gegen Störungen. VDSL2 bietet theoretisch Datenraten bis zu 200 Mbit/s, möglich wird dies durch eine Kombination von Glasfaser-Technologie und Kupferleitungen. Bis zur so genannten Kopfstelle, welche sich meist nur wenige hundert Meter von der Wohnung des Endkunden befindet, werden Glasfaserleitungen verlegt. Dies ermöglicht deutlich höhere Geschwindigkeiten, da die Daten nicht mehr mit Hilfe von elektrischen Impulsen, sondern mit Licht übertragen werden. Lediglich die letzten Meter zum Kunden übernimmt die Doppelader. Je dichter sich die Glasfaserleitung beim Endkunden befindet, umso höher ist die erreichbare Geschwindigkeit.

ADSL bis ADSL2+ – Der „normale“ DSL-Zugang ist in der Regel ein ADSL-Anschluss. Die Abkürzung ADSL steht für Asymmetric Digital Subscriber Line, was auf deutsch in etwa so viel bedeutet wie „asymmetrischer Endanschluss“. Asymmetrisch deshalb, weil sich die Geschwindigkeiten zwischen Download und Upload zum Teil deutlich unterscheiden. Beim normalen Surfen stellt dies keinen nennenswerten Nachteil dar, hat man jedoch als Geschäftskunde mit vielen Uploads zu tun, kann sich dieser Umstand als nachteilig erweisen.

ADSL erreicht bei einer Bandbreite von 138 kHz – 1,1 MHz Downloadgeschwindigkeiten bis 8 Mbit/s, im Upload bis 1 Mbit/s. ADSL2+ stellt eine Erweiterung dar (Bandbreite 138 kHz – 2,2 MHz) und erreicht Geschwindigkeiten bis zu 24 Mbit/s im Download sowie bis zu 3,5 Mbit/s im Upload.

SDSL – ist eigentlich für Geschäftskunden konzipiert, die sowohl auf hohe Geschwindigkeiten im Upload und Download angewiesen sind. In beide Richtungen werden die Daten gleich schnell transportiert. Je nach persönlichen Anforderungen kann SDSL aber auch in privaten Haushalten eingesetzt werden.

DSL Light – Falls am Wohnort kein echtes DSL anliegt, kann man vom Anbieter prüfen lassen, ob die Einrichtung von DSL Light möglich ist. Hier sind allerdings nur Datenraten bis zu 384 Kbit/s möglich.