Kabel TV

Kabel-TV bietet neben den Möglichkeiten des Fernsehens via Satellitenschüssel, Antenne (DVB-T2 HD) oder über den DSL-Anschluss derzeit das größte Leistungsspektrum, was die multimediale Vielfalt betrifft. Möglich macht dies die große Einspeisung von Programmpaketen durch die Kabel-TV-Anbieter sowie die zur Verfügung stehende Technik.

Um Fernsehen in seiner ganzen Vielfalt und überragenden Qualität bis hin zu 4K-Programmen genießen zu können, benötigen Kunden einen Kabelanschluss ihres am Wohnort vorhandenen Kabelanbieters. Viele Wohnungsgenossenschaften und private Vermieter von Mehrfamilienhäusern stellen bereits beim Einzug neuer Mieter einen aktiven Basisanschluss für das Kabelfernsehen in den Wohnungen zur Verfügung. Dieser wird über die anfallenden Mietnebenkosten abgerechnet. Für die Nutzung zusätzlicher Programmpakete muss der Mieter dann einen separaten Vertrag mit dem jeweiligen Kabelanbieter abschließen.

Analoges und Digitales Kabel-TV

Beim analogen Kabelfernsehen wird eine Verbindung vom Fernsehgerät zu der in der Wohnung befindlichen Antennendose mittels Koaxialkabel hergestellt. Hier ist jedoch zu beachten, dass alle Kabel-TV-Anbieter bis spätestens 2020 diese Form der Fernsehübertragung einstellen.

Ab diesem Zeitpunkt steht dann nur noch die Möglichkeit der digitalen Versorgung zur Verfügung. Das digitale Fernsehen, welches den Empfang in HD- oder 4K-Qualität ermöglicht, erfordert Empfangsgeräte mit höherem Standard. Eine Kombination aus DVB-C Tuner, CI+ Modul und Smartcard sorgt für eine exzellente Auflösung. Bei der Smartcard handelt es sich um einen Chip, welcher in der Regel sowohl den Mikroprozessor als auch den Speicher und die Hardware-Logik umfasst. Die Smartcard wird mit dem CI-Modul verbunden, welches der Anwender dann am Fernsehgerät einstecken kann, um verschlüsselte TV- und Radiosender zu empfangen.

Vergleich der Anbieter von Kabel-TV in Deutschland

In Deutschland sind insgesamt drei große Provider tätig, welche Kabel-TV anbieten. Die Anbieter haben den Markt so unter sich aufgeteilt, dass in fast jedem Bereich nur das Angebot eines Providers zur Verfügung steht. Das Verbreitungsgebiet von Vodafone umfasst die Bundesländer Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Im Angebot von Vodafone sind 119 Sender verfügbar, von denen bis zu 65 in HD-Qualität ausgestrahlt werden.

Unitymedia ist in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen tätig. Das Kabelfernsehen Angebot von Unitymedia umfasst 138 Sender, von denen je nach Vertrag 60 Sender in HD-Qualität empfangen werden können.

Das Unternehmen PYUR ist in den Bundesländern Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen aktiv. PYUR bietet Ihnen insgesamt eine Auswahl an 190 Sendern, 54 davon können Sie je nach Tarif in HD-Qualität genießen.

Auch die Unternehmen NetCologne sowie M-net befinden sich in der Kabel-TV Branche und ermöglichen Ihnen den Genuss von Kabelfernsehen. Die Auswahl ist bei Netcologne mit 80 Sendern verhältnismäßig gering, dafür können bis zu 60 Sender in HD-Qualität empfangen werden. M-net bieten Ihnen 100 Sender, von denen bis zu 57 Sender in HD-Qualität ausgestrahlt werden.

Optional zum Kabelfernsehen können Sie auch Fernsehen via DSL genießen. Hier stehen Ihnen unter anderem die Anbieter 1&1 sowie die Telekom zur Verfügung, welche bundesweit tätig sind und ganz Deutschland mit Internet versorgen. Bei beiden Anbietern finden Sie eine Auswahl an 100 normalen- sowie 45 HD-Sendern.

Voraussetzung für Kabelfernsehen

Die reguläre Kabeldose zum TV-Empfang in der Wohnung bietet häufig lediglich zwei Anschlüsse. Zum Empfang digitaler Signale ist eine sogenannte Multimediadose notwendig, welche über drei Anschlüsse verfügt: einen IEC-Kabel-Anschluss, eine Buchse für den Anschluss des Kabel- oder Satellitenfernsehens sowie eine Buchse für den UKW-Radioempfang.

Sowohl die traditionelle Kabeldose mit zwei Anschlüssen als auch die Multimediadose werden in einer dafür vorgesehenen Unterputzdose montiert. An der Bezeichnung „Data“ können Sie erkennen, ob die Kabeldose internetfähig ist. Kunden können bei der Beantragung eines digitalen Kabelanschlusses häufig von kostenlosen Technikerleistungen profitieren. Dabei wird durch das Unternehmen eine Multimediadose verbaut und häufig kostenlose Technik für den Empfang von Kabel-TV zur Verfügung gestellt. Einzelheiten dazu erfahren Sie beim jeweiligen Anbieter.